Die Auswirkungen des US-Handelskrieges auf Deutschland und EU

Ein Kommentar zu den Auswirkungen des HANDELS-KRIEGES, mit US-Zöllen und Gegenzöllen, auf die Bürger in Europa und der USA.
Investmentfonds.de | Aufgrund der Verhängung von US-Zöllen auf Warenimporte in den USA gegen eine Vielzahl von Ländern weltweit, sind die Aktienmärkte weltweit eingebrochen. Gleichzeitig flüchten die Anleger in deutsche Bundesanleihen und US-Staatsanleihen. Trump hat damit dafür gesorgt, dass die Kursverluste bei zehnjährigen Bundesanleihen, nach der Verabschiedung des Megaschuldenpaketes durch das deutsche Parlament von etwa einer Billion Euro in Deutschland, inzwischen nahezu aufgeholt wurden. Der negative "Merz-Effekt" auf die Bundesanleihen ist Dank der erratischen Zollpolitik von Donald Trump nun mit Ende März bereits nahezu aufgeholt, nicht verschweigen darf man natürlich, dass ohne die Lockerung der Schuldenbremse die Kurse der Bundesanleihen im Sockelbetrag heute natürlich deutlich höher liegen würden um etwa 0,6%. Das soll heissen, Trump hat mit seinen US-Zöllen den negativen Merz-Effekt des Schuldenpaketes auf die Kurse der deutschen Bundesanleihen und Eurostaatsanleihen nicht weggebügelt, ermöglicht aber Deutschland aktuell wieder eine günstigere Verschuldung zu niedrigeren Zinsen.
Trump-Zölle: Kursverluste Bund nach Schuldenpaket nahezu aufgeholt

Durch die breite Verhängung von US-Zöllen auf US-Importwaren drängt sich eine Frage auf: Werden Autos und Waren in Europa jetzt günstiger durch den Handelskrieg von Trump mit der restlichen Welt, da viele Waren jetzt nach Europa umgeleitet werden?
Es könnte tatsächlich durch die neuen US-Zölle zu einem größeren Warenangebot in Europa kommen und damit zu einem Preisrückgang und einer deflationären Entwicklung, da nun Waren aus aller Welt einen neuen Absatzmarkt suchen und den in Europa finden könnten. Doch durch die geplanten höheren Staatsausgaben für Rüstung und Infrastruktur, die durch eine höhere Verschuldung von Deutschland und den Eurostaaten finanziert werden sollen, könnte der Preisrückgang nicht ganz so stark ausfallen und konterkariert werden, da die zusätzliche Nachfrage des Staates selbst die Preise treibt.
Jedenfalls wird nun der inflationäre Druck in Deutschland und Europa geringer als ohne die US-Zölle, sofern die Gegenmassnahmen der EU moderat bleiben, ansonsten importiert die EU selbst Inflation aus den USA. Auch die Margen und Gewinne der Unternehmen in Deutschland und Europa könnten schrumpfen, durch die stark ansteigenden Warenimporte der EU aus aller Welt, das führt zu einem ansteigenden Wettbewerb um die Budgets der Kunden in der Europäischen Union und damit tendenziell zu grösseren Preisnachlässen für Kunden. Die Folge wird eine Deflation sein. Gleichzeitig werden die deutschen und europäischen Unternehmen weniger in der EU und weltweit absetzen, wenn die EU ihre eigenen Zölle auf Waren aus China, Indien, Lateinamerika und Südostasien nicht selbst erhöht. Dann wird der europäische Markt mit Produkten aus diesen Regionen überschwemmt und die Preise sinken und die europäischen Unternehmen geraten mit schrumpfenden Margen unter Druck. Verluste drohen und Arbeitsplätze geraten dann in Gefahr. Deutschland und die EU könnten in eine Stagflation geraten. Deswegen wird die EU höchstwahrscheinlich nicht tatenlos zusehen können und ebenfalls Zölle erheben müssen, das könnte ebenfalls zu Gegenzöllen aus China und anderen Ländern führen und eine Kettenreaktion auslösen, die die Weltwirtschaft weiter schwächen könnte. Viele Unternehmen weltweit würden weniger Umsätze und geringere Margen erzielen.
Durch einen Zollkrieg droht eine Belastung des weltweiten Wirtschaftswachstums. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgieva, bezeichnet die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Importzölle als "erhebliches Risiko für die Weltwirtschaft". Deswegen fordert Georgieva alle Beteiligten weitere Schritte zu vermeiden, die der Weltwirtschaft noch höheren Schaden zufügen könnte.
Fazit:
Wenn die USA die neue Zollpolitik beibehält, dann ist für die kommenden Jahre von einem Überangebot an Waren in der Europäischen Union auszugehen, die den Konsumenten in Form niedrigerer Preise zugutekommen könnte. Auf der anderen Seite bleiben die Margen der Unternehmen in der EU und die Arbeitsplätze unter Druck. Angesichts dieser Aussichten ist die Diversifizierung im eigenen Investmentportfolio umso mehr das Gebot der Stunde. Wir investieren aufgrund der vielfältigen Krisen seit 2022 breitgestreut in Valueaktienfonds und haben den Anleiheanteil auch in den Zeiten der Börseneuphorie nicht reduziert, was den Kundendepots nun in der Krise zugutekommt, gemäss unserem Motto: "And never forget, it is the diversification stupid."***
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